Marktwoche – Wirtschaft lernen in der Praxis
Die Wirtschaftsklasse der MS Hainfeld veranstaltete eine Marktwoche, die
nicht nur kulinarisch ein voller Erfolg war, sondern auch wertvolle Einblicke in
wirtschaftliche Zusammenhänge gab. Ziel dieser Aktionswoche war es, theo-
retisches Wissen aus dem Wirtschaftsunterricht praxisnah umzusetzen und
unter realen Bedingungen unternehmerisches Denken zu erlernen.
Planung und Vorbereitung als wirtschaftliche Grundlage
Bereits vor Beginn der Marktwoche stand eine intensive Planungsphase im
Mittelpunkt.
Die Klasse beschäftigte sich mit zentralen wirtschaftlichen Fragen:
– Welche Produkte eignen sich für den Verkauf?
– Welche Zielgruppe sprechen wir an?
– Wie hoch sollen Einkaufskosten, Verkaufspreise und Gewinnspannen sein?
Auf dieser Basis wurde ein vielfältiges Sortiment zusammengestellt, das den
Geschmack der Kundinnen und Kunden traf als auch wirtschaftlich sinnvoll war.
Produktangebot und Verkaufsstrategie
Während der Marktwoche wurden zahlreiche Produkte angeboten, darunter belegte
Brote, Aufstrichbrote, Käsestangerl, Pizzastangerl, Pizzaschnecken, Kuchen, Kekse
sowie selbstgebastelte Artikel.
Die Auswahl zeigte eine bewusste Mischung aus schnell konsumierbaren Snacks und
länger haltbaren, kreativen Produkten.
Besonders das selbstgebastelte Angebot stellte eine interessante Ergänzung
dar, da hier vor allem der Arbeitsaufwand und die Kreativität den Wert
bestimmten – ein wichtiger Aspekt in der Preisgestaltung.
Wirtschaftliche Aspekte: Kosten, Preise und Gewinn
Ein zentraler Schwerpunkt der Marktwoche lag auf der Kalkulation. Die Klasse
musste Rohstoffkosten berechnen, Preise festlegen und darauf achten, dass ein
Gewinn erzielt wurde, ohne die Kundschaft abzuschrecken.
Dabei wurde deutlich, wie wichtig ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Qualität,
Preis und Nachfrage ist. Beliebte Produkte wie Pizzastangerl und Kuchen erzielten
besonders gute Umsätze, während andere Produkte gezielt beworben werden
mussten – ein realistisches Abbild des Marktgeschehens.
Arbeitsteilung und Organisation
Auch die Arbeitsteilung spielte eine große Rolle. Innerhalb der Klasse wurden
Aufgaben wie Einkauf, Produktion, Verkauf, Kassa und Werbung aufgeteilt.
Dadurch konnten wirtschaftliche Grundprinzipien wie Effizienz, Verantwortung
und Teamarbeit praktisch erlebt werden.
Besonders im Verkaufsprozess zeigte sich, wie wichtig Freundlichkeit, Kunden-
orientierung und gutes Zeitmanagement für den wirtschaftlichen Erfolg sind.
Fazit: Lernen durch Handeln
Die Marktwoche war ein gelungenes Beispiel für handlungsorientierten Wirtschafts-
unterricht. Die Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur theoretisches
Wissen anwenden, sondern auch wichtige Kompetenzen wie Selbstorganisation,
wirtschaftliches Denken und unternehmerische Verantwortung entwickeln.
Durch den direkten Kontakt mit Kundinnen und Kunden sowie den Umgang mit
Einnahmen und Ausgaben wurde Wirtschaft greifbar und verständlich. Insgesamt
zeigte die Aktionswoche eindrucksvoll, wie praxisnahes Lernen Motivation schafft
und nachhaltige Lernerfolge ermöglicht.
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