Ungleiche Startbedingungen erleben: Wie ein Planspiel politische Teilhabe greifbar machte
Die Jugendlichen des Schulzentrums für ganzheitliches Lernen Enzesfeld nahmen an einem vom Verein ATTAC konzipierten und begleiteten Planspiel teil. Dabei erhielten sie unterschiedliche, typisierte Rollen, die mit verschiedenen sozialen und wirtschaftlichen Ausgangsbedingungen verbunden waren. In der Simulation einer fiktiven Stadt sollten sie sich politisch und gesellschaftlich einbringen und dabei die Möglichkeiten ihrer jeweiligen Rolle nutzen.
Die stark unterschiedlichen Voraussetzungen orientierten sich an realen Lebenssituationen und machten sichtbar, wie ungleich Chancen auf politische Partizipation verteilt sein können. Gerade diese bewusst ungleichen Bedingungen prägten das Planspiel: Sie führten zu Spannungen, Solidaritätsbekundungen, Verhandlungen und Kooperationen zwischen den Teilnehmenden.
Die Jugendlichen ließen sich intensiv auf das Rollenspiel ein und setzten sich engagiert mit den Erfahrungen auseinander. Das Planspiel regte viele Diskussionen an und weckte großes Interesse an den Zusammenhängen zwischen sozialer Herkunft, gesellschaftlicher Teilhabe und politischen Gestaltungsmöglichkeiten.