Gemeinsam wirtschaften: Schüler:innen entscheiden über Investitionen mit Zukunft
Im Rahmen des Aktionstags setzten sich die Schülerinnen und Schüler der OPENschool (Klassen 7c, 7d und 8b der OMS Dietmayrgasse) mit einer realitätsnahen wirtschaft- lichen Herausforderung auseinander: Sie erhielten den Auftrag, ein Budget von maximal 1.000 Euro für Werkzeuge und Materialien einzusetzen, die sich durch spätere Einnahmen wieder amortisieren können.
Mithilfe der Participatory-Budgeting-App „FirstRoot“ wurden zunächst Ideen gesammelt und anschließend durch demokratische Abstimmungen priorisiert. Die zehn bestgereihten Vorschläge wurden in Kleingruppen weiterentwickelt. Dabei recherchierten die Schülerinnen und Schüler Angebote, verglichen Preise und Leistungen, kalkulierten Kosten inklusive Lieferung und erstellten einfache Wirtschaftspläne. Ziel war es, zu zeigen, wie mit den ausgewählten Produkten im schulischen Umfeld Einnahmen erzielt werden können.
Im Anschluss präsentierten die Teams ihre Konzepte vor der gesamten Gruppe. In einer weiteren Abstimmung wurden schließlich vier Projekte ausgewählt, die das verfügbare Budget bestmöglich ausschöpften. Investiert wurde in einen Laser- und einen 3D-Drucker zur Herstellung personalisierter Produkte sowie in einen Servierwagen und eine Zitruspresse für den Verkauf von Snacks und frischen Säften. Da es an der OMS Dietmayrgasse kein Schulbuffet gibt, eröffnen diese Anschaffungen neue Möglichkeiten für unternehmerisches Handeln im Schulalltag.
Der Aktionstag stellte hohe Anforderungen an Organisation, Zusammenarbeit und wirtschaftliches Denken. Besonders die Vorgabe, nur in Projekte mit realistischen Ertragschancen zu investieren, motivierte die Schülerinnen und Schüler dazu, sorgfältig zu kalkulieren, Prioritäten zu setzen und gemeinsam fundierte Entscheidungen zu treffen.
Stimmen von Schüler:innen
„Wenn wir die Snacks und Zitrusfrüchte günstig kaufen, können wir sie locker zum eineinhalbfachen Preis verkaufen. Dann haben wir die Kosten in spätestens ein oder zwei Monaten wieder herinnen.“
„Leider gibt es keinen Getränkeautomaten, der sich mit unserem Budget ausgeht. Damit hätten wir bestimmt einiges an Gewinn gemacht.“