Modeindustrie im Fokus: Kreative Ideen für mehr Nachhaltigkeit und Fairness
Am 16. April 2024 setzten sich die 3. Klassen des Realzweigs des Gymnasiums Sachsenbrunn gemeinsam mit Südwind Niederösterreich intensiv mit den Auswirkungen der globalen Textilindustrie auseinander. Im Unterrichtsfach Kunst und Gestaltung wurden Produktionsbedingungen, fairer Handel und nachhaltiger Konsum thematisiert. Parallel dazu entstand im Fach Technik und Design ein Upcycling-Projekt, bei dem aus alten Jeans kreative und praktische Produkte wie Taschen, Sitzkissen, Röcke oder Bucheinbände gefertigt wurden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Kleidung nachhaltiger genutzt werden kann. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten Möglichkeiten, Ressourcen zu schonen – etwa durch längeres Tragen, Reparieren, Upcycling, den Kauf von Second-Hand-Kleidung oder das Tauschen und Weitergeben von Kleidungsstücken. Im Science Lab untersuchten sie zudem verschiedene textile Materialien unter dem Mikroskop und konnten unter anderem die Struktur von Elasthanfasern genauer betrachten.
Darüber hinaus beschäftigten sich die Jugendlichen mit den Themen faire Handelsbeziehungen, gerechte Arbeitsbedingungen für Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Landwirtinnen und Landwirte, der Vermeidung von Kinderarbeit und den Auswirkungen umweltschädlicher Pestizide. Die Schülerinnen und Schüler reflektierten kritisch die aktuellen Produktionsbedingungen in der globalen Textilindustrie und entwickelten Ideen für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Kleidung. Zum Abschluss stellte Südwind-Bildungsreferentin Mag. Jana Teynor hilfreiche Orientierungshilfen für die Bewertung von Gütesiegeln vor.
Das fächerübergreifende Projekt zeigte eindrucksvoll, wie wirtschaftliche, soziale und ökologische Fragestellungen miteinander verknüpft sind und wie nachhaltiges Handeln im Alltag umgesetzt werden kann.